Wie werden GEZ-Gebühren für Webserver und Büro-PCs aufgeteilt?

Ich habe zwischenzeitlich (bereits am 18.3.) eine „Antwort“ auf meine Anfrage an die GEZ erhalten (vom Operativen Marketing).

Ich schreibe „Antwort“ in Anführungszeichen, denn es war eine „Lies das und halt die Klappe“ Antwort mit einem einfachen Hinweis auf den Geschäftsbericht der GEZ war. Den vollständigen Brief darf ich hier mal wieder nicht veröffentlichen, da mir das laut Signatur verboten ist – aber es steht sowieso nichts sinnvolles drin.

Hier meine Reaktion auf dieses Schreiben:

Sehr geehrte Frau       ,

vielen Dank für Ihre E-Mail Antwort. Leider kann ich aus dem Geschäftsbericht nicht erkennen, was wir im Gegenzug für die von uns geleisteten Zahlungen erhalten haben.

2007 hat die Firma Interdose 132.48 Euro für die Arbeits-PCs und die Webserver zahlen müssen. Ihrem Geschäftsbericht habe ich entnehmen können, dass diese wie folgt verteilt wurden:

* 97,54 Euro an ARD und die Unter-Sender (WDR, SWR, NDR, BR, …)
* 31,62 Euro an ZDF
* 3,32 Euro an Deutschlandradio

Davon wurde außerdem noch die GEZ selbst finanziert. Diese Beträge sind wohl – wenn ich das richtig verstanden habe – anteilig von den Beträgen abzuziehen, die unter den Sendern aufgeteilt wurden:

* 0.89 Euro für Gehälter der GEZ-Mitarbeiter
* 0.27 Euro für Soziale Aufwendungen der GEZ
* 0.04 Euro für Materialaufwendungen der GEZ
* 1.58 Euro für durch GEZ verursachte Mietkosten, Porto, Kosten durch IT-Dienstleistungen und ähnliches

Allerdings wird mir selbst mit diesem Wissen nicht klar, was wir davon hatten außer unnötigen Kosten. Unsere Büro-PCs werden nicht für den Konsum von Öffentlich-Rechtlichen Fernseh- oder Radioprogrammen verwendet und unsere Webserver, Datenbankserver und sonstigen Server sind noch nicht mal mit Bildschirmen oder Lautsprechern ausgestattet, stehen in einem lauten und unbequemen Rechenzentrum und haben ganz sicher andere Aufgaben als Fernsehbilder oder Radio abzuspielen. Es muss also einen anderen Grund geben, der es rechtfertigt, uns diese Kosten aufzuzwingen.

Ich würde gerne diesen Grund von Ihnen erfahren. Ansonsten werde ich demnächst – gerne auch mit rechtlicher Unterstützung durch einen sachkundigen Anwalt – die Zahlungsverpflichtung anzweifeln und die Anmeldung unserer Firmen-PCs zurückziehen.

Ich verweise auch auf…
* VG Braunschweig (Urteil 4 A 149/07)
http://www.dbovg.niedersachsen.de/Entscheidung.asp?Ind=0510020070001494%20A
Betrieb des Firmen PCs in der bereits mit GEZ-Gebühren für vorhandene Geräte belegten Privatwohnung

Bitte beachten Sie, dass ich dieses Schreiben wieder auf meinem Blog unter http://blog.deobald.org/ veröffentlichen werde und bitte Sie, mir und meinen Lesern eine Antwort zukommen zu lassen, die ich dort zugänglich machen kann, da meine Frage nicht nur mich, sondern sicher auch tausende anderer Firmeninhaber beschäftigen wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Dominik Deobald

Mal sehen, welche Standardantwort ich dieses mal bekomme…

Offener Brief an die GEZ

Folgende E-Mail ist soeben an die GEZ rausgegangen

Sehr geehrte Damen und Herren.

Seit zwei Jahren bezahlen wir für unsere Webserver und für unsere Arbeitsrechner im Büro jetzt schon brav unsere GEZ-Gebühren. Insgesamt sind das über 250 Euro, die Sie von uns erhalten haben.

Darf ich fragen, welche Gegenleistung sie mir gegenüber erbringen, die diese Zahlungen rechtfertigt?

Bitte beachten Sie: Dieses Anschreiben und den folgenden Schriftverkehr sehe ich als offene Briefe an und werde sie auf meinem Blog auf http://blog.deobald.org/ veröffentlichen. Da sie mir sicher gute Gründe nennen können, wo mein Gewinn an dieser Zahlung zu finden ist, wird ihre Antwort sicher auch viele andere Selbständige interessieren und viele Unklarheiten beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen,
Dominik Deobald

Bin ja mal gespannt, was ich darauf als Antwort bekomme.

High-End Workstation PC

Ich habe gerade meinen neuen Arbeitsplatz-PC zusammengeschraubt und bin jetzt gerade dabei parallel die Festplatten zu formatieren und Windows-Updates zu installieren.

Meine Anforderungen waren:

  • Intel Core2Quad Prozessor
  • 8GB RAM
  • 4x DVI Out
  • Er soll leise sein

Klare Ansage: Für einen „Normalanwender“ oder normale Büro-Arbeiten ist diese Maschine total überdimensioniert. Für einen Entwickler wie mich ist das aber derzeit eine absolute Traummaschine.

Warum?

Bisher habe ich hier teilweise bis zu drei Rechner parallel laufen, die jetzt durch den neuen PC ersetzt werden sollen:

  • meine normale „Workstation“
  • einen alten AMD 1700+ PC mit Debian Linux, der meinen Entwicklungs-Webserver mimt und
  • einen Dell Dimension 3100 mit Windows, der als ein IIS/ASP/SQL Entwicklungs-Webserver im Einsatz ist.

Alle drei hängen an der Steckdose und verbrauchen im eingeschalteten Zustand jeweils zwischen 100 und 150 Watt Strom. Sie brauchen physikalisch Platz und einen Steckplatz auf dem Netzwerk-Switch. Um den AMD einzuschalten muss ich aufstehen und quer durch mein Arbeitszimmer laufen. Er fährt zudem altersbedingt nicht mehr jedes mal sauber hoch – und wenn es mal Probleme gibt, dann muss ich mir erst mal einen Monitor suchen, den ich an’s System hängen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Virtuelle Maschinen sind ab jetzt mein Lösungsansatz. Alleine mit dem gesparten Stromverbrauch sollte sich der neue Rechner innerhalb von zwei bis drei Jahren amortisiert haben.

Jetzt zum Schmuckstück selbst:

Als Betriebssystem kommt Windows Vista (64bit) zum Einsatz, was ich aber nicht extra kaufen musste sondern noch hier „herumliegen“ hatte. Als Virtualisierungs-Lösung werde ich wohl auf VMware Workstation setzen, da ich mit den kostenfreien alternativen VirtualBox und VirtualPC zu viele Probleme hatte.

Alles in allem hat der PC also rund einen Tausender gekostet, zuzüglich der Software Lizenzen.

Ich konnte zwar noch nicht wirklich mit dem PC arbeiten, da ich wie gesagt noch beim Installieren, Formatieren und ersten Updaten bin – aber bisher bin ich begeistert. Das ichbinleise-Gehäuse trägt seinen Namen nicht umsonst und die offensichtliche Leistung ist absolute Spitzenklasse, die die drei vorher im Einsatz befindlichen Rechner problemlos ersetzen dürfte.

Mief, Mief

… was für ein Stress. Gestern Abend geh ich so vom Fernseher in Richtung PC – und muss erschrocken Feststellen: „Hier riecht doch was verschmort, oder?“

Es war schon etwas später – also erst mal alles abgeschaltet und auf heute vertagt.

Und heute ging die Suche los: Was riecht hier so? Der Geruch nach verschmortem Plastik war nur über dem Tisch zu erkennen. Unter dem Schreibtisch war die Luft rein. Logische Schlussfolgerung: Es muss was sein, was auf dem Tisch steht. Aber was? Monitore? LAN-Switch? USB-Hub? Webcam?

Nachdem ich alles auseinander genommen hatte die in dem Moment unerklärliche Erkenntnis: Wenn ich den PC einschalte, dann fängt es an aus dem Bereich des Switches zu stinken. Also Switch hinüber? Wäre schade, denn es ist nicht das ganz billige Modell

Aber warum sollte er anfangen zu riechen, wenn ich den PC einschalte, und dann wieder aufhören, wenn ich ihn abschalte? Und das auch noch unabhängig vom Switchport, an dem ich den PC angeschlossen habe.

Das hat mich so misstrauisch gemacht, dass ich doch noch mal unter den Tisch gekrabbelt bin. Und tatsächlich: Wenn ich die Nase schon fast im Netzteil stecken hatte, dann war es doch der PC, der das ganze verursachte. Etwas weiter untersucht war es dann glücklicherweise „nur“ das Netzteil. Die warme Luft aus dem Netzteil muss scheinbar so schnell nach oben gezogen sein, dass man sie unter dem Tisch gar nicht registriert hat.

Das Netzteil war dann allerdings noch teurer als es der Switch gewesen wäre… Naja. Zumindest tut der Rechner wieder, ohne dass ich Angst habe, dass er mir irgendwann in Flammen aufgeht.

In dem Zug hab ich dem PC gleich mal noch einen neuen CPU-Lüfter verpasst (der alte war dann doch etwas verstaubt) und hab im Gegenzug eine der bisher eingebauten Festplatten ausgebaut. Den Platz darauf brauche ich einfach nicht „im laufenden Betrieb“, und da profitiere ich lieber von den geringeren Laufgeräuschen und setze die Platte on demand ein, wenn ich Daten speichern muss…

Positiver Nebeneffekt des ganzen Umbaus: Der PC zieht jetzt im laufenden Betrieb ca. 20 weniger Watt aus der Steckdose als er das vorher getan hat.