Die Sache mit der Internet-Zensur

STOPP-Schild, Kinderpornografie weg. Politiker glücklich. Volk nicht, aber was solls…

Aber moment. Internet = World Wide Web?

Der durchschnittliche regierende Politiker scheint ja nicht zu wissen was ein Browser ist. Wie soll er da wissen, dass es neben den bunten Webseiten, die man sich ausdrucken lassen kann, noch was anderes gibt?

Ich habe jetzt zwar weder Zeit noch wirklich Lust meine Vermutungen zu verifizieren. Ich bezweifle aber, dass man – falls es im Internet tatsächlich einen florierenden Markt für Kinderpornografie geben sollte – diesen wirklich im World Wide Web findet, also in dem Teil des Internets, den man mit einem Internet-Browser besucht. Die Leute, die so was anbieten werden doch wissen, dass das, was sie da tun, illegal ist. Mieten die sich dann wirklich einen Webserver und eine Domain? Für beides müssen sie irgendwo irgendwelche Kontaktdaten hinterlegen, sonst ist sowohl der Webserver als auch die Domain schnell wieder weg und sie sind auffindbar.

Mal ganz ehrlich: Stecken die „KiPo-Anbieter“ nicht eher im Untergrund? Mir würden jetzt als allererstes mal der IRC-Chat einfallen. Da konnte man schon immer die seltsamsten Sachen finden. Oder wie wäre es mit eMule? Oder der guten, alten Email? Selbst wenn man der Politik nicht die heimliche Einführung der Zensurtechnologie unter vorgehaltenem KiPo-Deckmantel unterstellen möchte: Alle diese Teile des Internets sind vom STOPP-Schild unberührt und die Regelung damit hinfällig…

Lasst uns einfach das Internet abschalten. Dann ist endlich Ruhe in der Box und alle Kinder können in Frieden und Sicherheit leben.

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