3 Uhr morgends, ein paar Monate nach meiner Grundausbildung: Das Feuerwehr-Tamagotchi erweckt meine Aufmerksamkeit und blökt etwas von “Verkehrsunfall”. Aufstehen, anziehen, Fahrrad, kleines rotes Auto.
Der Unfall hat sich an einer Verkehrsinsel an der Ortseinfahrt von Speyer ereignet. Als wir ankommen ist eigentlich schon alles geschehen. Das verunfallte Auto ist verunfallt. Die toten Fußgänger sind alle tot. Glücklicherweise (?) war es nur ein Fußgänger. Und wie so oft: Er war nicht der schuldige. Das Auto sah auch nicht gut aus - die Motorhaube war bis mitte Motorblock eingedellt. Die Leiche lag ein paar Dutzend Meter weiter.
Unsere Aufgabe bestand darin, die Unfallstelle abzusperren und auszuleuchten, während die staatlichen Ermittler untersuchten, warum das Auto wohl auf der falschen Seite der Verkehrsinsel um dieselbe herum gefahren sein mag (Die stadtauswärts führende Seite hat keine Schikane zum ausbremsen des Verkehrs). Und misst noch mal genau die 90 Meter Bremsweg nach, die der PKW nach dem Ortsschild hatte…
Mein erster Verkehrstoter… Mittendrin, statt nur dabei - Einfach nur ein bisschen Respekt.
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